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Ein Calisthenics Trainingsplan legt fest, welche Übungen Sie an welchen Tagen trainieren, mit wie vielen Sätzen und Wiederholungen und wann Sie zur schwereren Variante wechseln. Für Einsteiger empfehlen wir einen Ganzkörperplan mit zwei bis drei Einheiten pro Woche: je eine Übung für Ziehen, Drücken, Beine, Rumpf und Halten, dazu feste Pausentage.
Ein Trainingsplan ist mehr als eine Liste von Übungen. Er beantwortet fünf Fragen: Was trainieren Sie, in welcher Reihenfolge, wie oft, wie viel und wann wird es schwerer. Fehlt eine dieser Antworten, trainieren Sie nach Gefühl, und nach Gefühl fällt meistens das weg, was am schwersten fällt.
Die Übungen selbst, ihre Ausführung und die leichteren und schwereren Varianten haben wir im Beitrag Was ist Calisthenics? in Kurzform beschrieben. Hier geht es um das Gerüst drumherum.
Ein guter Plan ist nicht der mit den meisten Übungen, sondern der, den Sie über Monate durchhalten. Fünf Übungen pro Einheit reichen für den ganzen Körper.
Unsere Empfehlung für Einsteiger: zwei bis drei Einheiten pro Woche, jeweils als Ganzkörpertraining, mit mindestens einem Pausentag dazwischen. Sehnen und Gelenke passen sich langsamer an als Muskeln. Wer in den ersten Monaten zu oft trainiert, spürt das eher an Ellenbogen und Handgelenken als am Muskel.
Fortgeschrittene, die alle Grundübungen sauber beherrschen, können auf bis zu vier Einheiten gehen. Dann lohnt sich eine Aufteilung, etwa Ziehen und Beine an einem Tag, Drücken und Rumpf am nächsten. Beide Wege sind Orientierungen, keine festen Vorgaben, und ersetzen keine ärztliche Beratung.
Wer nicht selbst planen möchte, findet in der kostenlosen Calisthenics Workout App von KENGURU PRO fertige Programme für unterschiedliche Fitnesslevel. Die Workouts entstehen in Zusammenarbeit mit der World Street Workout and Calisthenics Federation (WSWCF), dem Weltverband der Sportart.
Die meisten Pläne im Netz sind für das Wohnzimmer geschrieben. An einer öffentlichen Anlage haben Sie mehr Möglichkeiten, weil dort mehrere Calisthenics Geräte zusammenkommen: Stangen in mehreren Höhen, Barren, Sprossenwand und Trainingsbank. Der folgende Plan nutzt genau diese Geräte und kommt ohne Bänder und Zusatzgewicht aus. Er ist unsere Empfehlung für den Einstieg und gilt für jede der zwei bis drei Einheiten pro Woche.
| Bewegungsmuster | Übung | Gerät an der Anlage | Sätze und Ziel |
|---|---|---|---|
| Ziehen | australischer Klimmzug, Füße am Boden | niedrige Reckstange | drei Sätze, sechs bis zwölf Wiederholungen |
| Drücken | Liegestütz mit erhöhten Händen | Trainingsbank oder niedrige Barren | drei Sätze, sechs bis zwölf Wiederholungen |
| Beine | Kniebeuge, bei Bedarf auf die Bank setzen | Boden, Trainingsbank | drei Sätze, sechs bis zwölf Wiederholungen |
| Rumpf | Knieheben mit dem Rücken zur Wand | Sprossenwand | drei Sätze, sechs bis zwölf Wiederholungen |
| Halten | ruhiges Hängen, danach Stütz | hohe Reckstange, Parallelbarren | drei Sätze, zehn bis dreißig Sekunden |
Der Plan funktioniert nur, wenn die Calisthenics Anlage niedrige Zugmöglichkeiten bietet. Ein gut geplanter Calisthenics Park hat deshalb Stangen in mehreren Höhen und mindestens eine Bank. Einen Calisthenics Park in Ihrer Nähe mit Geräten von KENGURU PRO finden Sie über unsere Parkkarte. Wer zu Hause trainiert, braucht als erstes Gerät eine Stange, wie im Beitrag Was braucht eine Reckstange im Garten? beschrieben.
Als Orientierung empfehlen wir drei Sätze je Übung. Die Wiederholungszahl richtet sich nach dem Ziel: Drei bis sechs Wiederholungen mit einer schweren Variante steigern vor allem die Maximalkraft, sechs bis zwölf Wiederholungen den Muskelaufbau. Halteübungen halten Sie zehn bis dreißig Sekunden. Zwischen den Sätzen pausieren Sie so lange, bis die nächste Wiederholung wieder sauber gelingt.
Entscheidend ist die Qualität der letzten Wiederholung. Sobald die Hüfte beim Liegestütz durchhängt, der Klimmzug Schwung braucht oder die Schultern beim Hängen nach oben wandern, ist der Satz zu Ende, egal was der Plan sagt.
Notieren Sie nach jeder Einheit, wie viele saubere Wiederholungen je Satz gelungen sind. Ohne diese Notiz gibt es keine Progression, sondern nur Training nach Tagesform.
Im Calisthenics wird nicht mehr Gewicht aufgelegt, sondern der Hebel verändert. Deshalb braucht der Plan eine Regel für den Stufenwechsel. Unsere Empfehlung: Gelingt die obere Wiederholungszahl in allen drei Sätzen sauber, wechseln Sie beim nächsten Training zur schwereren Variante und beginnen dort wieder am unteren Ende.
Nach mehreren Wochen mit steigender Belastung hilft eine leichtere Woche: dieselben Übungen, aber weniger Sätze. Danach geht es meist mit mehr Kraft weiter als vorher. Auch das ist eine Empfehlung, kein Muss.
Drei Dinge werden in fast jedem Plan vergessen und entscheiden trotzdem über den Erfolg.
Für Vereine und Studios, die ihren Mitgliedern einen Außenbereich zum Trainieren anbieten möchten, haben wir eine eigene Seite zu Anlagen für Fitnessstudios und Vereine. Für den Privatgarten gibt es kompakte Calisthenics Geräte für Zuhause.
KENGURU PRO entwickelt und fertigt Calisthenics Anlagen seit 2011, mit mehr als 9.000 realisierten Projekten in 63 Ländern. Alle 144 Produkte finden Sie im Überblick, wenn Sie den Katalog anfordern.
Fünf Übungen mit je drei Sätzen plus Aufwärmen sind in weniger als einer Stunde erledigt. Länger muss eine Einheit für Einsteiger nicht sein. Das ist unsere Orientierung, kein fester Wert.
Nein. Die Schwierigkeit wird über Hebel, Winkel und Tempo gesteuert. Eine Anlage mit Stangen in mehreren Höhen, Barren und Sprossenwand ersetzt jedes Hilfsmittel.
Für Einsteiger empfehlen wir das nicht. Zwei bis drei Einheiten pro Woche mit Pausentagen dazwischen lassen Sehnen und Gelenken Zeit zur Anpassung. Wer täglich aktiv sein möchte, kann an den freien Tagen spazieren gehen, dehnen oder locker hängen.
In der kostenlosen Calisthenics Workout App von KENGURU PRO gibt es fertige Programme für unterschiedliche Level, entwickelt mit der World Street Workout and Calisthenics Federation. Sie lassen sich an jeder Anlage und zu Hause nutzen.

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