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Calisthenics ist Krafttraining mit dem eigenen Körpergewicht. Statt Gewichte zu bewegen, arbeiten Sie gegen den eigenen Körper: Klimmzüge, Dips, Liegestütze sowie Halte- und Hebelübungen. Der Name stammt aus dem Griechischen, von kalos für schön und sthenos für Kraft. Trainiert wird meist im Freien an fest installierten Anlagen.
Der Begriff setzt sich aus den griechischen Wörtern kalos (schön) und sthenos (Kraft) zusammen. Gemeint ist eine Kraft, die aus der Beherrschung des eigenen Körpers entsteht, nicht aus zusätzlichem Gewicht.
Als eigenständige Trainingsform im öffentlichen Raum ist Calisthenics deutlich jünger. Populär wurde sie über die Street-Workout-Szene, die sich an frei zugänglichen Klimmzugstangen in Parks und auf Sportplätzen bildete. Von dort kam sie als geplante Infrastruktur zurück in die Kommunen.
Calisthenics beschreibt die Trainingsform, Street Workout die Szene und Kultur drumherum. In der Praxis meinen beide Begriffe dasselbe Training an denselben Geräten.
Ein Kraftgerät im Studio führt eine Bewegung auf einer festgelegten Bahn und arbeitet mit einstellbaren Gewichten. Calisthenics gibt keine Bewegungsbahn vor. Der Widerstand ist immer das eigene Körpergewicht, die Schwierigkeit steuern Sie über Griffweite, Winkel, Hebel und Tempo.
| Calisthenics | Gerätetraining | |
|---|---|---|
| Widerstand | eigenes Körpergewicht | einstellbare Gewichte |
| Bewegung | frei, vom Körper geführt | auf fester Bahn geführt |
| Beteiligte Muskulatur | ganze Ketten, viel Rumpf | gezielt einzelne Muskeln |
| Ort | draußen, frei zugänglich | Studio, an Öffnungszeiten gebunden |
| Kosten für Nutzer | keine | Mitgliedsbeitrag |
Für Kommunen ist vor allem der letzte Punkt entscheidend: Eine Anlage im öffentlichen Raum steht allen offen, unabhängig von Einkommen und Vereinsmitgliedschaft.
Vier Bewegungsmuster bilden die Basis. Wer sie beherrscht, deckt den gesamten Oberkörper und den Rumpf ab.
Die Steigerung erfolgt nicht über mehr Gewicht, sondern über schwierigere Varianten derselben Bewegung. Aus dem Klimmzug mit beiden Armen wird der einarmige Klimmzug, aus dem Liegestütz der Handstandliegestütz.
Eine vollständige Anlage bildet alle vier Bewegungsmuster ab. Typische Calisthenics Geräte, die zusammen eine Anlage ergeben:
Fertig zusammengestellte Konfigurationen finden Sie unter Calisthenics Anlagen. Für den privaten Bereich gibt es kompaktere Varianten für den eigenen Garten.
Ja, wenn die Anlage mehrere Schwierigkeitsstufen anbietet. Wer noch keinen Klimmzug schafft, beginnt mit australischen Klimmzügen an einer niedrigen Stange, mit Negativwiederholungen oder mit Hängen an der Stange.
Genau deshalb ist die Planung einer Anlage keine reine Geräteauswahl. Eine Anlage mit nur einer Stangenhöhe schließt Anfänger, Kinder und ältere Nutzer faktisch aus.
Mehrere Stangenhöhen und mindestens eine niedrige Zugmöglichkeit sind der Unterschied zwischen einer Anlage, die von wenigen sehr sportlichen Menschen genutzt wird, und einer, die im Quartier ankommt.
Für Menschen mit Einschränkungen gibt es zusätzlich barrierefreie Geräte, die im Sitzen oder aus dem Rollstuhl nutzbar sind.
Eine Anlage im öffentlichen Raum ist kostenlos und ohne Anmeldung nutzbar, rund um die Uhr. Es gibt keine Aufsicht und keine Einweisung.
Genau daraus folgt die zentrale Anforderung an die Technik: Die Anlage muss aus sich heraus sicher sein. In Deutschland regelt das die Norm DIN EN 16630. Was sie verlangt, lesen Sie im Beitrag DIN EN 16630 erklärt.
Für den Einstieg reichen zwei bis drei Einheiten pro Woche mit einem Tag Pause dazwischen. Weil mit dem eigenen Körpergewicht gearbeitet wird, ist die Belastung für Gelenke und Sehnen in der Regel geringer als beim Training mit Zusatzgewicht.
Nein. Die Grundübungen lassen sich in leichteren Varianten ausführen, etwa Klimmzüge an einer niedrigen Stange mit Bodenkontakt der Füße. Viele Anlagen haben Hinweistafeln mit Übungsanleitungen direkt am Gerät.
Ja. Entscheidend ist, dass die Anlage niedrige Einstiege und Halteoptionen bietet. Mobilität, Gleichgewicht und Griffkraft lassen sich damit gut trainieren, ohne Geräte einstellen zu müssen.
Ja. Die Anlagen sind witterungsfest und benötigen keinen Strom. Bei Frost und Nässe sind Griffflächen allerdings rutschiger, hier ist etwas mehr Vorsicht angebracht.

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