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Calisthenics ist Krafttraining mit dem eigenen Körpergewicht. Statt Hanteln oder Maschinen bewegen Sie Ihren Körper: Klimmzüge, Dips, Liegestütze, Kniebeugen und Halteübungen. Schwerer wird es über Hebel, Winkel und Tempo statt über mehr Gewicht. Der Name kommt aus dem Griechischen, kalos heißt schön, sthenos Kraft. Trainiert wird meist draußen an Reckstangen und Barren.
Calisthenics setzt sich aus den griechischen Wörtern kalos (schön) und sthenos (Kraft) zusammen. Gemeint ist eine Kraft, die aus der Beherrschung des eigenen Körpers entsteht, nicht aus zusätzlichem Gewicht. Im Deutschen begegnen Ihnen auch die Formen Kalisthenie oder einfach Körpergewichtstraining.
Die Idee ist alt: Übungen wie Liegestütz, Klimmzug oder Handstand gehörten schon zum klassischen Turnen und zum Schulsport. Neu ist die heutige Form. Geprägt hat sie vor allem die Street-Workout-Szene, die an Stangen in Parks und auf Schulhöfen großer Städte trainierte, bekannt geworden unter anderem in den USA und in Osteuropa. Über Videos verbreitete sie sich weltweit. Aus improvisierten Treffpunkten wurden fest geplante Trainingsflächen in Städten und Gemeinden. Wie eine solche Fläche aufgebaut ist und welche Norm für sie gilt, erklärt der Beitrag Was ist eine Calisthenics Anlage?
Calisthenics beschreibt die Trainingsform, Street Workout die Szene und Kultur drumherum, oft mit Wettkämpfen und Freestyle. Trainiert wird an denselben Geräten. Mehr zur Szene lesen Sie im Beitrag Was ist Street Workout?
Beim Training mit Hanteln bleibt die Übung gleich und das Gewicht steigt. Bei Calisthenics bleibt das Gewicht gleich, nämlich Ihr Körper, und die Übung wird schwieriger. Daraus ergeben sich vier Grundsätze:
Neben dynamischen Übungen mit Wiederholungen gibt es statische Halteübungen, bei denen Sie eine Position einige Sekunden halten. Bekannte Beispiele sind L-Sitz, Front Lever oder Planche. Sie gelten als Ziele für Fortgeschrittene und machen einen großen Teil der Faszination aus.
Fünf Bewegungsmuster bilden die Basis. Wer sie beherrscht, trainiert den ganzen Körper.

Wie Sie die Übungen sauber ausführen und in welcher Reihenfolge Sie beginnen, zeigt der Beitrag Calisthenics für Anfänger. Übungen mit Anleitung finden Sie außerdem in der kostenlosen KENGURU PRO Workout App.
Jede Grundübung hat leichtere und schwerere Varianten. Sie wechseln erst zur nächsten Stufe, wenn die aktuelle sauber und kontrolliert gelingt. Typische Progressionen sehen so aus:

Schreiben Sie sich für jede Übung die aktuelle Stufe und die Zahl der sauberen Wiederholungen auf. So sehen Sie Fortschritt auch dann, wenn die nächste Variante noch nicht gelingt. Wie sich daraus ein Wochenplan ergibt, zeigt der Beitrag Wie sieht ein Calisthenics Trainingsplan aus?
Calisthenics passt nicht für jedes Ziel gleich gut. Ein ehrlicher Blick auf beide Seiten hilft bei der Entscheidung.
Dem stehen klare Grenzen gegenüber. Beine: Kniebeugen mit Körpergewicht werden schnell zu leicht, für mehr Reiz brauchen Sie einbeinige Varianten und Sprünge, die mehr Technik verlangen. Feine Steigerung: Zwischen zwei Varianten liegt manchmal ein großer Sprung, mit Hanteln lässt sich in kleineren Schritten steigern.
Technik: Ohne Anleitung schleichen sich Fehler ein, etwa ein durchhängender Rumpf beim Liegestütz. Wetter: Wer draußen trainiert, muss mit Nässe, Kälte und kurzen Tagen im Winter umgehen.
Calisthenics und Hanteltraining schließen sich nicht aus. Viele Sportler trainieren den Oberkörper mit dem eigenen Körpergewicht und ergänzen Beinübungen mit Zusatzlast.
Ein Kraftgerät im Studio führt eine Bewegung auf einer festen Bahn und arbeitet mit einstellbaren Gewichten. Calisthenics gibt keine Bahn vor. Der Widerstand ist immer der eigene Körper, die Schwierigkeit steuern Sie über Griff, Winkel, Hebel und Tempo.
| Calisthenics | Fitnessstudio | |
|---|---|---|
| Widerstand | eigenes Körpergewicht, über Hebel und Winkel dosiert | Hanteln und Maschinen, in kleinen Schritten einstellbar |
| Steigerung | schwierigere Varianten derselben Übung | mehr Gewicht oder mehr Wiederholungen |
| Bewegung | frei, der Körper stabilisiert sich selbst | an Maschinen geführt, mit freien Gewichten frei |
| Muskulatur | ganze Muskelketten, viel Rumpf | ganze Ketten oder gezielt einzelne Muskeln |
| Beine | aufwendiger zu steigern | einfach über Zusatzgewicht |
| Ort und Zeit | draußen, öffentliche Anlagen ohne Öffnungszeiten | im Studio, an Öffnungszeiten gebunden |
| Kosten für Nutzer | auf öffentlichen Anlagen keine | Mitgliedsbeitrag |
| Einstieg | Grundübungen sofort möglich, Technik lernen lohnt sich | Einweisung an den Geräten üblich |
Wer vor allem gezielt einzelne Muskeln aufbauen oder Maximalkraft in den Beinen entwickeln will, ist im Studio gut aufgehoben. Wer Kraft, Körperbeherrschung und Training im Freien verbinden möchte, findet in Calisthenics die passendere Form.
Calisthenics eignet sich für fast alle, weil sich jede Übung an das eigene Niveau anpassen lässt. Wer noch keinen Klimmzug schafft, beginnt mit Hängen und australischen Klimmzügen an einer niedrigen Stange. Ältere Menschen trainieren Griffkraft, Gleichgewicht und Mobilität mit Halteübungen. Jugendliche finden in den Skills ein Ziel, auf das sie lange hinarbeiten.
Starten Sie mit zwei bis drei Ganzkörpereinheiten pro Woche und mindestens einem Ruhetag dazwischen. Wählen Sie je Bewegungsmuster eine Variante, die Sie sauber ausführen können, und steigern Sie erst dann. Das ist eine Orientierung, kein fester Plan. Bei Beschwerden oder Vorerkrankungen klären Sie das Training vorher ärztlich ab.
Für Menschen mit Einschränkungen gibt es barrierefreie Geräte, die im Sitzen oder aus dem Rollstuhl nutzbar sind. Auf Anlagen mit niedrigen Einstiegen trainieren erfahrungsgemäß auch Einsteiger, Kinder und Ältere mit. Eine Anlage mit nur einer Stangenhöhe schließt diese Gruppen faktisch aus.
Eine vollständige Anlage bildet alle vier Bewegungsmuster ab, für die Sie Geräte brauchen: Ziehen, Drücken, Rumpf und Halten. Beinübungen gelingen auch am Boden. Typische Calisthenics Geräte, die zusammen eine Anlage ergeben:
Die meisten Menschen trainieren auf einer öffentlichen Calisthenics Anlage im Park, auf dem Sportgelände oder im Wohnquartier. Einen Calisthenics Park in Ihrer Nähe finden Sie über unser Verzeichnis.
Was jedes dieser Geräte trainiert und welche Übungen dort für Einsteiger und Fortgeschrittene passen, zeigt der Beitrag Welche Calisthenics Geräte gibt es? Wer zu Hause trainieren will, findet kompakte Lösungen für den Garten hinter dem Haus.
KENGURU PRO entwickelt und fertigt Calisthenics Anlagen seit 2011, mit mehr als 9.000 realisierten Projekten in 63 Ländern. Unsere Geräte sind vom TÜV Rheinland nach DIN EN 16630 geprüft und zertifiziert, der Norm für dauerhaft installierte Outdoor-Fitnessgeräte. Was sie regelt, erklärt der Beitrag DIN EN 16630 erklärt.
Eine Anlage, die von vielen genutzt wird, deckt alle Bewegungsmuster ab und bietet jede Übung in mehreren Höhen an. Wie das für Ihre Fläche aussieht, besprechen wir gern mit Ihnen. Informationen für Kommunen und öffentliche Träger finden Sie gesammelt, ein konkretes Angebot erhalten Sie über Angebot anfordern.
Unsere Empfehlung für den Einstieg: zwei bis drei Einheiten pro Woche, mit mindestens einem Ruhetag dazwischen. Steigern Sie erst, wenn die Grundübungen sauber gelingen. Das ist eine Orientierung, kein fester Trainingsplan, und ersetzt keine ärztliche Beratung.
Ja. Entscheidend ist, dass der Reiz mit der Zeit steigt. Bei Calisthenics geschieht das über schwierigere Varianten derselben Übung, etwa vom Liegestütz am Boden zum Liegestütz mit erhöhten Füßen. Für die Beine ist das aufwendiger als im Studio, für Oberkörper und Rumpf funktioniert es sehr gut.
Für viele Übungen nicht: Liegestütze, Kniebeugen, Ausfallschritte und Unterarmstütz gehen am Boden. Für Zugübungen wie Klimmzüge und für Dips brauchen Sie eine Stange und einen Barren. Am einfachsten trainieren Sie deshalb an einer Calisthenics Anlage, die alle Bewegungsmuster abdeckt.
Ja. Entscheidend ist, dass die Anlage niedrige Einstiege und Halteoptionen bietet. Griffkraft, Gleichgewicht und Mobilität lassen sich damit gut trainieren, ohne Geräte einstellen zu müssen. Bei Vorerkrankungen sollte das Training vorher ärztlich abgeklärt werden.
Ja. Die Geräte von KENGURU PRO bestehen aus Edelstahl und eloxiertem Aluminium, sind witterungsfest und kommen ohne Elektronik aus. Bei Frost und Nässe sind Griffflächen allerdings rutschiger. Wärmen Sie sich gründlich auf und tragen Sie bei Kälte Handschuhe mit griffiger Innenfläche.
Auf calisthenics-parks.de finden Sie Anlagen von KENGURU PRO in vielen deutschen Städten, mit Karte, Geräteliste und Fotos. Viele Anlagen tragen zusätzlich Übungstafeln direkt am Gerät.

Vom ersten Antrag bis zur Eröffnung: In acht Schritten zum Calisthenics Park, mit Standort, Fläche, Geräten, Fallschutz und allen Kostenfaktoren.
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Reckstange, Barren, Sprossenwand, Hangelleiter, Ringe und Bank: Was jedes Gerät trainiert, welche Fallhöhe es hat und wie daraus eine Anlage wird.
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