Was ist ein Generationenpark?

Geschrieben vonKENGURU PRO Aktualisiert am18. September 2026 Lesezeit7 Minuten
Kurz beantwortet

Ein Generationenpark ist eine öffentliche Freifläche, auf der Kinder, Jugendliche, Erwachsene und ältere Menschen nebeneinander Bewegung, Spiel und Aufenthalt finden. Typisch sind mehrere Zonen: Geräte für Kraft, Balance und Beweglichkeit, barrierefreie Stationen, ein Spielbereich und Sitzplätze. Andere Bezeichnungen für dasselbe Konzept sind Mehrgenerationenplatz, Mehrgenerationenpark und Bewegungspark.

Generationenpark mit Calisthenics Anlage von KENGURU PRO in Riga: viele Stationen auf Fallschutzplatten, gepflasterter Zugangsweg und Sitzbank
Ein Generationenpark braucht mehr als Geräte: Der befestigte Weg führt stufenlos bis an die Fläche, die Bank am Rand lädt zum Zuschauen und Ausruhen ein.

Was unterscheidet einen Generationenpark von einem Spielplatz oder Sportplatz?

Ein Spielplatz richtet sich an Kinder, ein Sportplatz an Menschen, die bereits trainieren. Ein Generationenpark löst diese Trennung auf: Er bietet jeder Altersgruppe etwas Eigenes und legt diese Angebote so nah zusammen, dass man sich sieht und ins Gespräch kommt.

Der Begriff ist nicht genormt. Manche Kommunen sprechen vom Mehrgenerationenplatz, andere vom Mehrgenerationenpark oder vom Bewegungspark. Gemeint ist dasselbe: frei zugängliche Bewegung im Freien, ohne Mitgliedschaft und ohne Öffnungszeiten.

Vom klassischen Parcours entlang einer Laufstrecke unterscheidet sich der Generationenpark durch seine Form. Er ist ein Platz, keine Route. Wie sich beide Bauformen entwickelt haben, lesen Sie im Beitrag Trimm-dich-Pfad heute.

Merke

Ein Generationenpark ist kein Seniorenspielplatz. Sobald eine Anlage sichtbar nur für eine Altersgruppe gebaut ist, bleiben die anderen weg. Das Ziel ist ein Ort, an dem sich niemand fehl am Platz fühlt.

Für wen wird ein Generationenpark gebaut?

Bauherren sind meist Städte und Gemeinden, daneben Wohnungsunternehmen, Kurorte, Vereine und Träger von Senioren- oder Reha-Einrichtungen. Genutzt wird die Fläche von sehr unterschiedlichen Menschen, und jede Gruppe stellt andere Anforderungen:

  • Kinder wollen klettern, hangeln und balancieren, am liebsten in Sichtweite der Erwachsenen.
  • Jugendliche und sportliche Erwachsene suchen Reckstangen, Barren und Hangelstrecken für das Training mit dem eigenen Körpergewicht.
  • Einsteiger und Wiedereinsteiger brauchen niedrige Geräte, an denen eine Übung auch ohne Vorerfahrung gelingt.
  • Ältere Menschen profitieren von Haltepunkten, Balanceübungen und Übungen für die Beweglichkeit, dazu von kurzen Wegen und Sitzplätzen.
  • Menschen mit Rollstuhl oder Rollator brauchen unterfahrbare Geräte und einen Belag, der sich befahren lässt.

Den Kern bilden in unseren Projekten Calisthenics Anlagen, die um niedrige und barrierefreie Stationen ergänzt werden. Was eine solche Anlage im Einzelnen ausmacht, erklärt der Beitrag Was ist eine Calisthenics Anlage?.

Welche Geräte und Zonen gehören in einen Mehrgenerationenpark?

Bewährt hat sich die Gliederung in Zonen. Die Zonen liegen dicht beieinander, stören sich aber nicht gegenseitig.

Zonen eines Generationenparks mit Zweck und typischer Ausstattung
ZoneZweckTypische Ausstattung
KraftTraining mit dem eigenen KörpergewichtReckstangen, Parallelbarren, Hangelleiter, Sprossenwand, Turnringe
BalanceGleichgewicht und TrittsicherheitSlackline, niedrige Barren als Haltepunkt
BeweglichkeitDehnen, Mobilisieren, sanfter EinstiegTrainingsbank, niedrige Parallelbarren, Sprossenwand
BarrierefreiNutzung im Sitzen und aus dem Rollstuhlunterfahrbare Barren, Griffe und Hangelstrecken auf angepasster Höhe
Kinder und JugendSpiel, Klettern, BallsportSpielplatzgeräte, Tischtennisplatte, Basketballanlage, Panna-Feld
Sitzen und BegegnungAusruhen, Zuschauen, RedenBänke mit Blick auf die Geräte, Abfallbehälter, Schatten, Abstellfläche für Rollator und Kinderwagen. Bänke und Abfallbehälter liefert KENGURU PRO auf Anfrage mit.

Die barrierefreien Calisthenics Geräte stehen dabei nicht in einer eigenen Ecke. Sie gehören auf dieselbe Fläche wie die übrigen Stationen, damit alle gemeinsam trainieren können.

Alle Geräte von KENGURU PRO sind statisch und kommen ohne Elektronik aus. Sie bestehen aus Edelstahl und eloxiertem Aluminium, sind witterungsfest und nach DIN EN 16630 vom TÜV Rheinland geprüft und zertifiziert.

Unsere Empfehlung

Planen Sie zu jeder anspruchsvollen Station eine leichte Variante in direkter Nähe: neben der hohen Reckstange eine niedrige, neben dem Parallelbarren eine Trainingsbank. So finden auch Ungeübte einen Einstieg.

Welcher Standort eignet sich für einen Mehrgenerationenplatz?

Über die Nutzung entscheidet der Standort stärker als die Geräteauswahl. Ein Mehrgenerationenplatz lebt davon, dass Menschen zufällig vorbeikommen und wiederkommen. Gute Standorte haben diese Eigenschaften:

  • Wohnungsnah und zu Fuß erreichbar: im Quartier, am Ortskern, an einem ohnehin genutzten Weg.
  • Einsehbar, aber nicht ausgestellt: Sichtbarkeit schafft Sicherheit und beugt Vandalismus vor. Wer zum ersten Mal übt, möchte aber nicht auf einer Bühne stehen.
  • Stufenlos erschlossen: ein fester Weg bis an die Geräte, ohne Bordsteinkante und ohne losen Kies.
  • Schatten und Sitzplätze: vorhandene Bäume sind ein Vorteil, Bänke gehören von Anfang an in den Plan.
  • Nachbarschaft zu bestehenden Angeboten: Spielplatz, Sportgelände, Seniorenzentrum oder Schule bringen die Generationen von selbst zusammen.

Wie viel Fläche und welchen Untergrund braucht ein Generationenpark?

Eine feste Mindestgröße gibt es nicht. Die DIN EN 16630 nennt keine Größenklassen, die Fläche ergibt sich aus der Geräteauswahl, den freien Fallhöhen und den Sicherheitsbereichen aus den technischen Zeichnungen. Für den Gerätebereich haben sich in der Praxis drei Klassen bewährt: klein und kompakt mit ca. 36 bis 70 m², mittel mit ca. 70 bis 130 m² und groß ab ca. 130 m², oft 130 bis 240 m² oder mehr.

Wichtig für einen Generationenpark: Diese Angaben enthalten die Gerätefläche, die erforderlichen Sicherheitsbereiche und die zugehörige Fallschutzfläche. Nicht enthalten sind Zugangswege, barrierefreie Erschließung, Sitz- und Aufenthaltsbereiche, Fahrradständer, Beleuchtung und Grünflächen. Gerade diese Flächen machen aus einer Trainingsanlage erst einen Treffpunkt und kommen hinzu.

Beim Untergrund zählt die freie Fallhöhe. Niedrige Parallelbarren liegen bei maximal 0,30 m, eine Trainingsbank bei 0,50 m, Reckstangen, Hangelleitern und Sprossenwände je nach Ausführung bei bis zu 2,45 m. Die Norm lässt mehrere Materialien zu, vom fugenlosen EPDM-Belag bis zu Sand oder Kies. KENGURU PRO plant über 0,60 m freier Fallhöhe immer mit stoßdämpfendem Belag. Bis 0,60 m muss der Untergrund eben, standsicher, rutschhemmend und frei von Stolperstellen sein.

Fallschutz und Befahrbarkeit zusammen denken

Lose Materialien sind mit Rollator, Rollstuhl oder Kinderwagen kaum befahrbar, Rasen wird bei starker Nutzung uneben und bei Nässe rutschig. Für einen Generationenpark empfehlen wir deshalb einen dauerhaft stoßdämpfenden, für die Fallhöhe geprüften Belag, einheitlich ausgelegt auf die höchste Fallhöhe der Fläche.

Welche Werte die Norm im Einzelnen nennt, steht in unserer Erläuterung der DIN EN 16630.

Wie planen Kommunen einen Bewegungspark für alle Generationen?

Die meisten Projekte folgen derselben Reihenfolge:

  • Bedarf klären: Wer wohnt im Umfeld, was fehlt? Eine frühe Beteiligung von Anwohnern, Vereinen, Seniorenvertretung und Jugendlichen erhöht die spätere Nutzung.
  • Standort und Fläche festlegen: Gerätebereich und Nebenflächen getrennt betrachten, Zuwegung und Zufahrt für die Spedition prüfen.
  • Zonen und Geräte auswählen: mit einem Kern beginnen und Erweiterungen von Anfang an mitdenken.
  • Aufstellungsplan erstellen lassen: Er bestimmt die tatsächliche Mindestfläche und die Fallschutzfläche.
  • Bauseitige Arbeiten ausschreiben: Aushub, Fundamente, Fallschutzbelag, Wege und Sitzbereiche gehören in die Kalkulation.
  • Betrieb vorbereiten: Unsere Wartungsanleitung empfiehlt eine wöchentliche Sichtkontrolle, eine vierteljährliche operative Kontrolle und eine jährliche Hauptkontrolle mit Prüfbericht.

KENGURU PRO unterstützt die Planung mit einer fotorealistischen 3D-Visualisierung am Standort, Grundrissen, technischen Zeichnungen und ausschreibungsfertigen Leistungstexten. Geliefert wird per Spedition deutschlandweit direkt an den Standort, in der Regel 5 bis 6 Wochen ab Auftrag, mit 10 Jahren Garantie. Fundamente und Fallschutz werden bauseits ausgeführt. Mehr dazu auf unserer Seite für Städte und Gemeinden.

KENGURU PRO entwickelt und fertigt Calisthenics Anlagen seit 2011, mit mehr als 9.000 realisierten Projekten in 63 Ländern. Wenn Fläche und Zielgruppen feststehen, können Sie direkt ein Angebot für Ihren Generationenpark anfordern.

Hinweis zur Anwendung der Norm

Dieser Beitrag ist eine eigenständige, praxisbezogene Erläuterung von KENGURU PRO auf Grundlage der DIN EN 16630:2015-06. Er gibt nicht den offiziellen Wortlaut der Norm wieder und ersetzt weder die vollständige Norm noch eine geräte- oder projektbezogene Sicherheitsprüfung. Maßgeblich sind die aktuelle Normausgabe, die technischen Zeichnungen und die Prüfunterlagen des jeweiligen Geräts.

KENGURU PRO. Hersteller von Calisthenics Anlagen seit 2011, mehr als 9.000 realisierte Projekte in 63 Ländern. Unsere Calisthenics Geräte sind vom TÜV Rheinland nach DIN EN 16630 geprüft und zertifiziert. Fertigung im eigenen Werk.

Ja. Generationenpark, Mehrgenerationenplatz, Mehrgenerationenpark und Bewegungspark bezeichnen dasselbe Konzept: eine frei zugängliche Fläche mit Bewegungs-, Spiel- und Aufenthaltsangeboten für alle Altersgruppen.

Eine feste Mindestgröße gibt es nicht. Ein kompakter Gerätebereich beginnt bei ca. 36 m², mittlere Anlagen liegen bei ca. 70 bis 130 m². Wege, Sitzbereiche und Grün kommen hinzu. Maßgeblich ist der Aufstellungsplan.

Ja, wenn die Anlage passend zusammengestellt ist. Niedrige Barren, eine Trainingsbank, eine Slackline und stabile Haltepunkte ermöglichen Übungen für Kraft, Gleichgewicht und Beweglichkeit ohne Vorerfahrung.

In der Regel 5 bis 6 Wochen ab Auftrag. Geliefert wird per Spedition deutschlandweit direkt an den Standort. Fundamente, Fallschutzbelag und Wege sind bauseits einzuplanen.

Sprechen Sie mit uns über Ihr Projekt.

Ob erste Idee oder fertige Ausschreibung: Schreiben Sie uns kurz, worum es geht. Sie erhalten eine unverbindliche Ersteinschätzung mit Flächenbedarf, Zeitrahmen und Budgetrahmen.


  • Unverbindliche Beratung
  • Antwort in der Regel am selben Werktag
  • DSGVO-konform, keine Weitergabe an Dritte

Antwort in der Regel innerhalb eines Werktages.

TÜV Rheinland · DIN EN 16630
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Über 9.000 Projekte in 63 Ländern